back to berlin

vor 4 tagen bin ich endlich aus der rehaklinik entlassen worden. nach 3 wochen abstrampeln und talken mit überreifen persönlichkeiten darf ich endlich wieder in der zivilisation ausharren. nach ein paar tagen chillen zu hause kam gestern endlich die langersehnte rückkehr nach berlin.....jippppiieeehhh

 

natürlich musste das ordentlich gefeiert werden...da aber meine lieben kommilitonen allesamt im klausurenstress sind gabs ein kleines gemütliches wiedersehen auf einer wahnsinnig romantischen dachterasse mit lustigen leuten und brausetabletten futtern.

ach berlin ist toll. aber bald wird es noch toller :-D

1 Kommentar 23.7.07 19:13, kommentieren

rehaklinikl

ich bin seit 2 wochen in der rehaklinik. heut hab ich nen urlaubstag zu hause und hab gestern in einem viel zu überfüllten nach shit riechendem raum in cottbus geschlafen, aber es war toll :-) endlich mal wieder mit menschen in meinem alter reden, die sogar gesund sind. das is vieleicht schön. leider bin ich jetzt total müde weil ich nur eine stunde geschlafen hab.

 

und deshalb werd ich jetzt chillen und weiter machen wenn die reha am donnerstag endlich endlich vorbei is*juchu* 

15.7.07 11:12, kommentieren

endlich

nach 3 wochen krankenhaus und 2 wochen abgammeln zu hause, darf ich morgen ENDLICH  zur reha nach burg fahren. ich freu mich schon ganz arg, denn so langsam nervt das nichtstun.  und nach den 3 wochen reha..naja ich hoffe mal, dass ich dann endlich wieder alles machen darf und diese blöde schonphase endlich vorbei ist. ich war nu schließlich lange genug krank.

27.6.07 18:39, kommentieren

die operation

nachdem ich nach 3 tagen polnischem krankenhaus dann endlich in deutschland war entschlossen sich die ärzte auch gleich mich zu operieren. der abend vor der op war ziemlich schrecklich, da man ja da immer so wahnsinnig beängstigende zettel unterschreiben muss...aber so lustige rosa tabletten haben dafür gesorgt, dass meine angst nicht allzu groß wurde.

vor der op war es so ein bisschen wie in der einen folge von grey´s anatomy in der meredith vor ihrer blinddarm op pillen bekommt, die dafür sorgen, dass sie allen leuten die wahrheit sagt...und danach kann sie sich an nichts mehr erinnern. tja..deshalb hab ich den lieben sebastian (der arbeitet im op) im op auch gleich gefragt ob er mich nackt auf den tisch legen wird...nunja...und noch so andere komische sachen. ich red ja so schon viel.....naja..dann kam der anästhesist und erzählt mir, dass er jetzt das einschlafmittel spritzt.........................................................................und plötzlich hatte ich meine hand im gesicht und war wahnsinnig müde...und der liebe sebastian stand wieder vor mir und hat geguckt ob ich endlich mal wach werde. 3 tage dauerschlafen mit ner tollen pda(das is sone schmerzpumpe...wenn was wehtut einfach drücken und dann gibts dipi). ich kann mich zwar an einige sachen erinnern, aber richtig anwesend war ich glaube erst wieder am sonntag (freitag war op)....die op ist super gelaufen und der sebastian hat mich tatsächlich auf dem tisch hin und hergeschoben. jetzt hab ich 4 schrauben im rücken und eine große narbe darauf. aber nen riesen leberfleck, der auf meinem rücken war, weniger. den wollte ich eh wegmachen lassen...also quasi glück gehabt.

27.6.07 18:31, kommentieren

blacky oder warum ich zu gutmütig für einen hund bin

heute habe ich meinen gammelabend damit verbracht mit dem nachbarskläffer blacky gassi zu gehen..ein äußerst niedlicher kleiner hund übrigens. tja und eigentlich wollte ich immer einen hund haben, aber heute kamen mir zweifel. wie gutmütig darf man als hundebesitzer sein? ich jedenfalls bin nicht böse genug, denn wenn dieser kleine niedliche hund einer äußerst läufigen hundedame sehnsüchtig hinterherblickt, dann ist dieser hundeblick ausreichend stark um mir das herz zu brechen (irgendwie jedenfalls)....und weil ich das so schrecklich fand...werd ich mir wohl doch keinen hund kaufen. weil ich den nämlich nicht vernünftig erziehen könnte...so is das

26.6.07 22:04, kommentieren

der feine unterschied

meine diagnose lautete fraktur des 1. lendenwirbelkörpers...der feine unterschied: in polen wars ne stabile fraktur und in deutschland dann ne instabile (trotz gleicher ct und röntgenbilder)

und weil ich mich viel damit beschäftigt hab in den letzten wochen hier ein paar details zu diesen krankheitsbildern:

der wesentliche unterschied liegt wie der name schon sagt in der stabilität der wirbelsäule. bei einem stabilen bruch reicht es im normalfall wenn man 6 wochen im bett liegt oder ein korsett angelegt bekommt und sich dann wenig belastet...bei älteren leuten macht man auch manchmal eine sogenannte kyphoplastie (zement in den wirbel zur stabilisierung)

bei einem instabilen bruch schlagen diese methoden nicht an, weil der abgebrochene teil wandern könnte o.ä. bei einer kyphoplastie könnte außerdem der zement aus dem knochen heraus (und zb ins rückenmark) laufen...es gibt eine relativ neue op-methode bei der ein sogennanter fixateur interne eingesetzt wird. das sind 4 schrauben von denen jeweils 2 in den wirbel über und unter dem kaputten wirbel geschraubt und miteinander verbunden werden. wenn das nicht reicht wird noch eine platte von vorn gegen die wirbelsäule gesetzt. nach den ops kann man relativ schnell aufstehen und laufen. und nach einer raltiv kurzen zeit kann man wieder topfit werden. nach 8 monaten wird das ganze metall entfernt und alles ist wieder gut.

 

die erklärung gelten natürlich nur für den fall dass die nerven nicht betroffen sind. dann wird das alles komplizierter.

26.6.07 21:57, kommentieren

polnische krankenhäuser...dabei hatte ich nie vorurteile

tja....da lag ich dann also in polen im krankenhaus. 3 tage lang. naiverweise dachte ich, dass die behandlung der patienten quasi genau so verlaufen sollte wie in deutschland. nur halt mit weniger geld.....fehlanzeige

wenn man dort liegt drängt sich einem die ein oder andere frage auf:

 

warum sprechen nicht einmal die ärzte (bis auf einen) englisch?

wer ist fähig zum pinkeln, wenn 2 grinsende krankenschwestern neben einem sitzen und warten?

wie soll man, wenn man sich nicht bewegen kann eine suppe essen, wenn die suppe auf nem flachen teller neben deinem kopf steht?

warum tragen die krankenschwester so wahnsinnig enge und kurze sachen?

wieso spricht der priester deutsch und glaubt nicht, dass man ihn nicht braucht?

müssen vegetarier dort verhungern (es gibt ausschließlich wurst und brot)?

wieso sind alle bewegungen die in polen erlaubt sind, in deutschland verboten(bezüglich der wirbelsäule)?

wie soll man die bettschüssel vom boden auf das bett bekommen, wenn man sich nicht bewegen kann? die schwestern stellen sie jedenfalls nicht hoch.

warum riecht es überall nach chlor?

warum darf man den hilfe-knopf nicht drücken, wenn man hilfe braucht und nicht stirbt?

warum muss man bei abreise sein bett selbst abziehen?

musste der katheter wirklich sein?!?!?!?

wieso zur hölle wollten die mir zement in die wirbelsäule kippen?

und warum haben die krankenschwestern, als sie das kilo sand (ich kam ja vom strand) in meinem bett gesehen haben, nur gelacht und mich weiter in meinem dreck liegenlassen?

warum konnten die schwestern dennoch deutlich besser blut abnehmen und flexülen legen als manche ärzte in deutschland?

warum haben die mich gefragt ob ich rauche?

warum darf jeder in die zimmer kommen und die wehrlosen patienten beobachten?

warum ist ein stabiler bruch in polen in deutschland instabil?

 

so. genug davon.zu guter letzt noch eine übersicht über die wörter die ich gelernt hab (in der reihenfolge der wichtigkeit):

Poli - Schmerz (oder irgendwas ähnliches jedenfalls gab es dann immer so lustige schmerzmittel)

bassin - bettpfanne (eklig oder? bei uns baden kleine kinder in sowas)

chenkuje - danke

prosto - bitte

doma(na doma) - zu hause(nach hause)

nemezki - das haben sie immer gesagt, wenn sie auf mich gezeigt haben

ne panimatch - nicht verstehen (im normalfall in einem satz mit nemezki zu verwenden)

ne - nein

tak - ja

 

was ich aber noch sagen will. ich habe einige polnische freunde, die ich sehr schätze. meine erfahrungen haben also nichts mit den menschen in polen zu tun, denn die meisten waren auch dort sehr nett, aber irgendwie hilflos.

1 Kommentar 24.6.07 16:34, kommentieren